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Historische pdf kaarten Duitsland

Gepost in Verschuivende grenzen

Al deze kaarten zijn ontwikkeld met steun van de Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf.

Een fantastisch project van INSTITUT FÜR EUROPÄISCHE
GESCHICHTE - MAINZ

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Die Deutschen Staaten unter französischer Vorherrschaft Ende 1812

Karte 1

Die Karte Die deutschen Staaten unter französischer Vorherrschaft 1812 zeigt das von Napoleon seit 1797 geschaffene mitteleuropäische Staatensystem in seiner vollständigen Ausprägung vor der Niederlage der Grande Armee in Russland. Die Dominanz Frankreichs wird deutlich durch die Ausdehnung des Kaiserreichs selbst, die territoriale Beschränkung Preußens und Österreichs, die Existenz der Vasallenstaaten Schweiz und Warschau sowie durch die Zusammenfassung der verbliebenen kleineren deutschen Staaten im Rheinbund - dessen Außengrenzen graphisch durch eine stärkere rote Grenzlinie hervorgehoben sind - , mit Napoleon als Protektor, Frankfurt und Würzburg als von ihm geschaffenen sowie Berg und Westfalen als von Napoleoniden regierten Staaten. (M. Hundt)

 

Der Rheinbund 1812

Karte 2

Die Karte Der Rheinbund 1812 ist eine Auschnittskarte von Karte 1, in der dieser Staatenbund bereits mitenthalten ist. Er wird hier nochmals separat dargestellt.

Mit der Unterzeichnung der Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 hatten sich ursprünglich 16 Reichstände vom Deutschen Reich losgesagt und in einer Konföderation zusammengeschlossen, als deren "Protektor" Napoleon fungierte. In den Folgejahren schlossen sich dem Bund noch weitere Territorien an, dessen Mitgliedstaaten trotzdem nicht von französischen Annexionen verschont blieben. Die Karte zeigt den vor allem im Norden geminderten Gebietsstand von 1812. Ein Jahr später, 1813, brach der Rheinbund nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig auseinander. (A. Kunz)

 

Die Deutschen Staaten nach dem Ersten Pariser Frieden Mitte 1814

Karte 3

Das Bild eines sich in einem umfassenden territorialen Veränderungsprozeßbefindlichen Staatensystems bietet die Karte Die deutschen Staaten nach dem Ersten Pariser Frieden Mitte 1814. Die Niederlage Napoleons im Befreiungskrieg 1813/14 und der Frieden vom 30. Mai 1814 mit den Bourbonen führten zur Beschränkung des Königreichs Frankreich auf im Vergleich zum Jahr 1792 nur wenig vergrößerte linksrheinische Besitzungen und zur Auflösung der von Napoleoniden regierten oder von Napoleon geschaffenen Staaten. Demgegenüber trat die Restitution alter deutscher Staaten, wie der Freien Städte, Hannovers, Braunschweigs und Holstein-Oldenburgs. Daneben wird die Wiedergewinnung wenigstens eines Teils ihrer alten Besitzungen durch Preußen und Österreich erkennbar, ebenso wie die Westexpansion Rußlands (Verwaltung in Warschau und Sachsen) und die Ungewißheit über die politische Zugehörigkeit weiterer Gebiete in Westdeutschland unter preußischer, österreichischer und hannoverscher Verwaltung. (M. Hundt)

 

Der Deutsche Bund nach dem Frankfurter Territorialrezess um 1820

Karte 4

Die Karte Der Deutsche Bund nach dem Frankfurter Territorialrezeß um 1820 veranschaulicht den Gebietsstand der deutschen Staaten nach den Korrekturen auf dem Wiener Kongreß, dem Zweiten Pariser Frieden vom 20. November 1815 und den nachfolgenden Austauschverhandlungen. Veranschaulicht werden in der Karte das Hineinwachsen Preußens in den im Juni 1815 gegründeten Deutschen Bund, der ein Zusammenschluß 41 souveräner deutscher (und ausländischer) Fürsten und freier Städte war. Seine Außengrenzen sind in der Karte graphisch durch eine stärkere rote Grenzlinie hervorgehoben. Außerdem werden die Teilung Preußens in ein östliches Haupt- und ein westliches Nebenstaatsgebiet, die geographische Randlage Österreichs im Deutschen Bund, die Verlagerung Bayerns, die Verkleinerung Sachsens und einige der die mindermächtigen deutschen Staaten betreffenden Verschiebungen, hauptsächlich im Raum Westfalen und Hessen, in der Karte dargestellt. (M. Hundt)

 

Kaart van Staten in de Duitse Bond 1848 : voor onderdeel provincie Limburg

Karte 5

In der Karte Staaten im Deutschen Bund 1848 sind die territorialen Verhältnisse im Deutschen Bund am Vorabend der Revolution von 1848 dargestellt. Im Vergleich zu 1820 (s. Karte 4) haben sich vor allem an der Westgrenze des Bundes (Grenzverlauf: März 1848) ergeben, wo in der Folge der Revolution von 1830 das Königreich Belgien entstanden war. Das Großherzogtum Luxemburg - ein Mitglied des Deutschen Bundes - hat Gebietsverluste hinnehmen müssen, während der niederländische Teil der Provinz Limburg, die 1839 zwischen Belgien und den Niederlanden geteilt worden war, sich dem Bund angeschlossen hat. Im Verlauf der revolutionären Ereignisse von 1848/49 verschob sich auch die Grenzen des Deutschen Bundes im Osten. Bis 1851 gehören die preussischen Ostprovinzen Posen, West- und Ostpreußen vorübergehend zum Deutschen Bund. Diese - zeitlich begrenzten - Veränderungen sind in der vorliegenden Karte nicht dargestellt. (A. Kunz)

 

Staaten im Norddeutschen Bund 1867

Karte 6

Die Karte Staaten im Norddeutschen Bund 1867 zeigt die territorialen Veränderungen Deutschlands nach dem sog. "Deutschen Krieg" von 1866. Der Krieg zwischen Preußen und Österreich führte zur Auflösung des Deutschen Bundes (s. Karte 3) und zur Gründung eines neuen Bundesstaates von zunächst 17, später (1867) 21 nord- und mitteldeutsche Staaten unter der Führung Preußens, dem Norddeutschen Bund. Seine Südgrenze ist in der Karte graphisch durch eine verstärkte gestrichelte rote Grenzlinie hervorgehoben. Weitere territoriale Veränderungen betreffen vor allem die von Preußen 1866 vorgenommenen Annexionen: das Königreich Hannover (jetzt: preußische Provinz Hannover), die Herzogtümer Schleswig und Holstein (jetzt: preußische Provinz Schleswig-Holstein) sowie die Reichsstadt Frankfurt (jetzt: Bestandteil der preußischen Provinz Hessen-Nassau). An der Westgrenze haben Luxemburg und Limburg den deutschen Staatsverband verlassen, an der Ostgrenze sind die preußischen Ostprovinzen nunmehr Bestandteil des neugeschaffenen Bundes. Außerhalb des Territoriums des Norddeutschen Bundes liegen im Süden als Exklaven die ehemaligen Fürstentümer Hohenzollern Hechingen und Sigmaringen, die seit 1850 den zur preußischen Rheinprovinz zählender Regierungsbezirk Sigmaringen bilden. (A. Kunz)

 

Staaten im Deutschen Reich 1871

Karte 7

Mit der Ausrufung des preußischen Königs Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser wurde am 18. Januar 1871 das Deutsche Reich gegründet. Es war ein konstitutionell monarchischer Bundesstaat, dessen Mitgliedstaaten (4 Königreiche, 6 Großherzogtümer, 5 Herzogtümer, 6 Fürstentümer, 3 freie Städte) in der Karte Staaten im Deutschen Reich 1871 im einzelnen ausgewiesen sind. Dazu kam noch als sog. "Reichsland" das 1871 von Frankreich annektierte Elsaß-Lothringen. Abgesehen von Elsaß-Lothringen folgen die Außengrenzen denen von 1867 (s. Karte 6). Luxemburg, Limburg sowie vor allem Österreich verlassen in der von Bismarck angestrebten "kleindeutschen Lösung" den noch im Deutschen Bund von 1815 (s. Karte 3) verwirklichten großdeutschen Staatsverband. Hauptstadt des neugegründeten Bundesstaats wird Berlin. Auch sonst ist die preußische Dominanz augenfällig: Von einer Gesamtfläche von ca. 541.000 km² fielen nahezu 65% auf Preußen, dessen Bevölkerung gleichzeitig etwa 60% der Gesamtbevölkerung ausmachte, und das damit ein starkes Übergewicht hatte. In den hier abgebildeten Außengrenzen hatte das Deutsche Reich bis 1919, völkerrechtlich bis 1945 Bestand. (A. Kunz)

 

Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg 1914

Karte 150

Die Karte zeigt die territoriale Struktur Deutschlands am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Im Vergleich zu 1871 (s. Karte 7) hat sich nur wenig verändert: Vom Herzogtum Braunschweig wurde der Goslarer Stadtwald an Preussen abgegeben, so daßhier eine weitere Zersplitterung des Staatsgebiets erfolgte. Helgoland, vormals britisch, war 1890 dem Deutschen Reich einverleibt worden, und zwar im Austausch mit Sansibar, das als ehemalige deutsche Kolonie an Großbritannien fiel. Schließlich wurden seit 1909 die bis dahin voneinander unabhängigen Herzogtümer Schwarzburg-Sondershausen und Schwarzburg-Rudolstadt in Personalunion geführt. (A. Kunz)

 

Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg Ende 1921

Karte 038

Die Karte vermittelt einen Eindruck der tiefgreifenden territorialen Veränderungen, die Weltkrieg und Revolution in Deutschland hervorgerufen hatten. Im Rahmen von Karte 38 sollen die Veränderungen der Außengrenzen erläutert werden. Die Veränderungen der inneren Grenzen werden im Zusammenhang mit der nachfolgenden Karte 39 besprochen. Durch die territorialen Regelungen der Pariser Friedenskonferenz, die im Versailler Vertrag vom 28. Juni 1919 (sowie in den Verträgen von St. Germain und Trianon) ihren Niederschlag fanden, verlor Deutschland durch Gebietsabtretungen ca. 15 Prozent seines Staatsgebiets und 10 Prozent seiner Bevölkerung. Die abgetretenen Gebiete sind in Karte 38 durch Schraffur gekennzeichnet. Von Osten nach Westen gehend waren dies: das Memelgebiet (französisch besetzt bis 1923, dann als autonomes Gebiet an Litauen); Danzig ( Freie Stadt unter dem Protektorat des Völkerbunds); große Teile Westpreußens und Posens, der sog. Korridor (fällt an das neugegründete Polen); östliches Oberschlesien (durch Volksabstimmung 1921 an Polen); das Hultschiner Ländchen (ohne Abstimmung 1920 an die neugegründete Tchechoslowakei); Nordschleswig (durch Volksabstimmung 1920 an Dänemark); Eupen-Malmédy und Moresnet (durch "Abstimmung" - Eintrag in offene Listen - 1920 an Belgien); Elsaß-Lothringen (bereits 1918 zurück an Frankreich). Eine Sonderstatus hatte das Saargebiet, das 1919 für 15 Jahre ein Mandat des Völkerbundes geworden war, völkerrechtlich aber bei Reich verblieb. Die Karte zeigt letztlich noch die von alliierten Streitkräften besetzten Gebiete im Westen Deutschlands sowie die Ostgrenze der entmilitarisierten Zone, in denen keine deutschen Truppen stationiert werden durften. (A. Kunz)

 

Länder im Deutschen Reich 1923 (Die Weimarer Republik)

Karte 039

Im Zuge der Revolution von 1918/19 hatten die Dynastien in den ehemaligen Bundesstaaten des Kaiserreiches abgedankt. Das Deutsche Reich war eine demokratische Republik - die sog. Weimarer Republik - in der alle Staatsgewalt vom Volk ausging. In ähnlicher Weise mußten sich die aus den ehemaligen Bundesstaaten hervorgegangenen Länder eine freiheitlich demokratische Verfassung geben. Der Plan einer Neugliederung des Reichsgebiets in 7 bis 8 etwa gleich große Länder scheiterte am Widerstand der betroffenen Länder. Die Weimarer Republik bestand daher - wie bereits das Kaiserreich - aus 18 Ländern, den Freistaaten Anhalt, Baden, Bayern, Braunschweig, Lippe (Detmold), Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Preußen, Sachsen, Schaumburg-Lippe, Thüringen und Waldeck sowie den Stadtrepubliken Bremen, Hamburg und Lübeck. Bis 1924 gab es nur wenige Veränderungen in der innerdeutschen Landkarte: Die 7 Thüringischen Staaten hatten sich 1920 zum Land Thüringen zusammengeschlossen, wobei Coburg für Bayern optiert hatte, und Pyrmont war 1922 durch Vertrag von Waldeck an Preußen gelangt. (A. Kunz)

 

Länder im Deutschen Reich 1930 (Die Weimarer Republik)

Karte 040

Die Karte beinhaltet im Vergleich zu Karte 39 nur eine einzige Veränderung: Waldeck ist vom Kartenbild verschwunden. Der vormalige Freistaat war 1929 in die preußische Provinz Hessen-Nassau eingegliedert worden. (A. Kunz)

 

Das nationalsozialistische Deutschland 1937

Karte 041

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung vom Januar 1933 verloren die Länder zunehmend an Bedeutung. Im Zuge der sog. "Gleichschaltung" wurden sie zu Mittelbehörden eines zunehmend zentralistisch strukturierten Einheitsstaats. Die Karte trägt dem Rechnung, indem sie die Ländergrenzen nur noch konturenhaft abbildet. In der Gebietsverteilung der Länder sind zwei Änderungen zu vermerken: Durch das Groß-Hamburg-Gesetz vom 1. April 1937 wurde das Gebiet des Stadtstaats erweitert, während Lübeck sein Selbständigkeit verlor und der preußischen Provinz Schleswig-Holstein zugeschlagen wurde. Auch Birkenfeld gelangte zu Preußen. Das Saargebiet hatte sich durch Volksabstimmung bereits 1935 zur Rückkehr an das Deutsche Reich entschieden und war im selben Jahr als "Saarland" wieder eingegliedert worden. (A. Kunz).