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39) Entomologie en het strafproces

Gepost in Strafrecht in Historie

forensische entomologie

Tierische Zeugen des Todes

De Body Farm

Pastoral putrefaction down on the Body Farm

Jeder Fingerabdruck ist einzigartig

Insecten horen in de geschiedenisboeken
Prof.dr. Marcel Dicke (Entomologie, WU)

Geschiedenis is een zaak van beschavingen, van ontdekkingen, oorlogen, politiek etcetera. Insecten lijken hier niets mee van doen te hebben. Maar niets is minder waar. Diverse grote beschavingen waren gebaseerd op insecten en hun producten. De Chinezen, bijvoorbeeld, hadden al meer dan 2500 jaar voor Chr. ontdekt hoe je zijderupsen kon kweken en zijde oogsten en weven. De kontakten van China met andere volken werden sterk beïnvloed door de zijdeproductie. In Europa stond de beschaving grotendeels stil in de middeleeuwen. Kennis van vlooien en de door hen overgedragen pestbacil zou de ontwikkeling van de Europese beschaving essentieel anders hebben laten lopen. Ontdekkingen van nieuwe landen en werelddelen zijn sterk beïnvloed door insecten en de ziekten die zij overdragen. Zonder malaria had Livingstone al door Europeanen platgetreden paden in Afrika aangetroffen. Ook de uitkomsten van oorlogen zijn zeer sterk bepaald door insecten. Er zijn meer oorlogen beslist door insecten en de ziekten die ze overbrengen dan door geweervuur! Zonder kleerluizen zou Napoleon bijvoorbeeld Rusland veroverd hebben in 1812. Ook in de 20e eeuw eisten insecten nog een grote tol in oorlogen. Ook hebben insecten in de 20e eeuw een belangrijke invloed gehad op economische ontwikkelingen. Dit zijn enkele voorbeelden van de invloed die insecten hebben uitgeoefend op de menselijke geschiedenis. Aangezien we leven in een wereld die gedomineerd wordt door insecten is er geen reden aan te nemen dat het in de toekomst anders gaat.

 Entomologie omschrijving

De entomologie gaat terug op een studie van Jan Swammerda  van het jaar 1669, waarin hij als eerste deze dieren aan een systematisch onderzoek onderwierp. Het was tevens het eerste boek dat op wetenschappelijke wijze de microscoop  als instrument benutte.

Ook nu nog is entomologie een bijzonder actieve tak van de biologie omdat er bijzonder veel soorten insecten zijn (letterlijk miljoenen) en vele daarvan nog op determinatie en beschrijving wachten.

De meeste professionele entomologen houden zich om voor de hand liggende redenen vooral bezig met de tudie en de bestrijding van plaaginsecten, die economische schade aan oogsten of andere voor de mens belangrijke producten veroorzaken. Veel observaties en onderzoek aan economisch niet of minder belangrijke soorten worden, buiten universitaire instituten, nog steeds door liefhebbers gedaan.

Forensische entomologie

Forensische entomologie is een toepassing van entomologie in de misdaadbestrijding. De forensische entomologie maakt gebruik van het feit dat bepaalde insectensoorten (vooral vliegen) hun eieren binnen een bepaald tijdsbestek op een lijk komen leggen en hun larven - de maden- ook weer binnen een bepaald tijdsbestek zich te goed doen aan de voedselbron, zich verpoppen en als volwassen vlieg wegvliegen. Omdat deze tijdsduren voor verschillende soorten vliegen goed bekend zijn, is het mogelijk om door het stadium waarin het proces zich bevindt vrij nauwkeurig vast te stellen wanneer de dood is ingetreden, mits de omgevingsomstandigheden die bij het lichaam van toepassing waren bekend zijn, met name de omgevingstemperatuur is van groot belang bij de groei- en verpoppingssnelheid. Bij moordgevallen is dat soort informatie soms van groot belang om de bewijsvoering tegen een verdachte rond te krijgen of om diens onschuld aan te tonen. Ook andere insecten dan vliegen, met name vele soorten kevers, komen voor op kadavers waarbij er een duidelijke volgorde in het kolonisatieproces aan te wijzen is.

 Tierische Zeugen des Todes

De Body Farm

Pastoral putrefaction down on the Body Farm

Jeder Fingerabdruck ist einzigartig

Fliege und Made als Forschungsobjekte

Heike Klotzbach Hilke Schröder

Heike Klotzbach und Hilke Schröder am Arbeitsplatz

Forensische Entomologie, zu deutsch die gerichtsmedizinische Insektenkunde, war in Deutschland jahrelang fast ein Stiefkind der Wissenschaft. Doch das wird sich ändern.

12.06.2002Der erste überlieferte Kriminalfall, der mit Hilfe von Insekten aufgeklärt werden konnte, spielte im China des 13. Jahrhunderts.Ein Mann war mit einer Sichel im Reisfeld ermordet worden. Der zuständige Beamte befahl allen Männern, ihre Sicheln auf dem Dorfplatz vor sich hinzulegen. In der Sonne zog es die Fliegen nur zu einer Klinge: Geringste Blutspuren und Fleischreste hafteten noch auf der scheinbar sauberen Sichel. Der Besitzer gestand den Mord sofort

larve

Wissenschaftliche Methoden revolutioniert

An der Hamburger Universität wird in einem Forschungsprojekt die forensische Entomologie mit modernen Mitteln weiter wissenschaftlich präzisiert. Das Besondere hier: Es sind nur Frauen, die sich mit den kleinen Tierchen rund um Leichen beschäftigen. Eine Million Insektenarten gibt es weltweit. Viele entwickeln sich über die Metamorphose. Aus dem Ei wird die Larve. Aus der Larve die Puppe. Und aus der Puppe schlüpft das fertige Insekt.Die Dauer der Stadien ist ganz unterschiedlich. Schon einige Tage nach dem Tod kann die herkömmliche Gerichtsmedizin den genauen Todeszeitpunkt mit den klassischen Merkmalen Körpertemperatur, Totenflecken und Leichenstarre nicht mehr bestimmen. Dann schlägt die Stunde der Insekten. Denn die winzigen Helfer sind unbestechlich. Nach einem noch detaillierter zu erforschenden Plan der Natur zersetzen sie den Leichnam. Damit liefern sie Informationen, die schon manche Alibis von Tatverdächtigen zunichte machten.Jagd auf die tierischen Zeugen

Heike Klotzbach ist Gerichtsmedizinerin, Hilke Schröder ist Biologin. Seit zwei Jahren machen sie an Leichenfundorten - im Freien oder in Wohnungen - Jagd auf Maden, Fliegen und Käfer. Sie sammeln Larven und Puppen, von der Leiche und der Kleidung. Welche Insekten es jeweils sind, ist bei manchen Arten oft erst im Labor mit Sicherheit festzustellen. Für die spätere Auswertung protokollieren sie die ganze Szenerie. Bei einem Leichenfund in einer Wohnung etwa, wo sie welche Tiere gefunden haben, ob die Fenster geschlossen waren, welche Temperatur in der Wohnung herrschte. Denn all das hat Einfluss auf das Wachstum von InsektenFür eine Antwort fünf neue Fragen

Der eigentliche Arbeitsplatz von Heike Klotzbach ist die Rechtsmedizin. Die Leichenschau auch nahezu skelettierter Menschen ist keine Seltenheit. War es ein natürlicher Tod, Mord, Selbstmord oder Unfall? Wann ist der Mensch gestorben und wo? Je mehr Informationen die Forscherinnen über die tierischen Kommissare sammeln können, umso genauer können die Insekten auch strittige Fragen klären. 117 Tote haben Heike Klotzbach und Hilke Schröder bisher begutachtet. 117 Mal Insekten gesammelt, die Arten und ihr Alter bestimmt. Zeit, die erhobenen Daten auszuwerten. Doch wenn die Insekten eine Frage beantworten, so sagen beide Forscherinnen, hat man gleich fünf neue. So sei das eben in der Wissenschaft.von Gita Ekberg, bearbeitet für ZDFonlineAbenteuer Forschung - Wettlauf mit dem Verbrechen

Kriminalbiologie (1)

Wie Mörder ins Netz gehen

Rund 3000 Opfer von Mord und Totschlag gibt es jährlich in Deutschland. Mithilfe von Hightech oder auch der klassischen Biologie werden davon fast 95 Prozent aufgeklärt. Insekten und auch Pflanzenreste können entscheidende Hinweise liefern.

16.04.2003spinnenwebSelbst Reste eines Spinnennetzes können einen Mörder überführenVor allem in den Großstädten häufen sich die Verbrechen. Wie viele es weltweit sind, weiß niemand genau - wahrscheinlich einige Hunderttausend. Sobald ein Mord geschieht, beginnt der Wettlauf der Ermittler mit dem Verbrechen. Bei der Lösung eines Falls sind sie häufig auf winzige Details angewiesen.speurhondenSpürhunde können Leichen in Seen finden

Suche mit Spürhunden
Hunde sind für ihre außerordentliche Fähigkeit bekannt, Personen aufzuspüren - ob tot oder lebendig. Ihre Nase ist hunderttausend Mal empfindlicher als die des Menschen. Damit ist es dem Hund möglich, selbst einer nur sehr schwachen Duftspur zu folgen. Speziell ausgebildete Hunde können sogar bei der Suche nach vermissten Personen in Gewässern eingesetzt werden. Ein verwesender Körper produziert einen sehr speziellen Geruch, der sich durch das Wasser ausbreitet und für den Hund sogar noch über der Wasseroberfläche zu riechen ist. Sie können eine Leiche bis in 40 Meter Tiefe finden, auch dann, wenn sie unter Pflanzen verborgen ist oder im trüben Wasser schwimmt. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Tauchern, die sich nur auf das verlassen können, was sie sehen.

Spinnweben überführen Mörder

Bei der Aufklärung eines ungewöhnlichen Falles haben Spinnen eine wichtige Rolle gespielt. Die Polizei fand eine Leiche neben einer Garage am Ende eines langen Ganges. Um die Leiche dorthin zu bringen, musste der Täter sich eng an einer Wand entlang bewegen. Dabei blieben Spinnweben an seiner Kleidung hängen. Diese ungewöhnlichen Spuren haben in dem Mordfall einen entscheidenden Hinweis auf den Täter gegeben.wespennesten

Wespennester können den Ermittlern helfen

Wespennest in Schädel
Bei einem anderen Mordfall spielten Wespen eine wichtige Rolle. Ein Schädel wurde entdeckt, der zu einem früheren Zeitpunkt Grabwespen als Nest gedient hat. Reste des Nestes waren noch immer im Schädel zu finden. Weil diese Wespenart ihre Nester nur im Frühjahr und nur an sauberen trockenen Plätzen baut, musste der Schädel im Frühjahr schon komplett skelettiert gewesen sein. Rechtsmediziner wissen aus ihren Erfahrungen, dass es etwa 18 Monate dauert, bis eine Leiche dieses Stadium der Verwesung erreicht. Sie hatten damit einen Hinweis auf die Todeszeit. Das Opfer wurde später an seinen Zähnen identifiziert. Der Zeitpunkt seines Verschwindens stimmte mit der Datierung durch die Wespen überein.

Auch Pflanzen können für die Ermittler wichtige Informationen liefern: Kieselalgen, Pflanzensamen und auch Holzreste können helfen, das Netz um verdächtige Personen enger zu ziehen.

grassamenGrassamen auf der Kleidung können die Ermittler auf eine Spur bringen


Kriminalbiologie (2)

Pflanzenreste können in Mordfällen helfen

Biologen suchen Reste von Pflanzen und winzige Einzeller an persönlichen Gegenständen verdächtiger Personen und vergleichen sie mit den Arten, die am Tatort vorkommen.

16.04.2003

In jedem Gewässer findet man eine Vielzahl von mikroskopisch kleinen Algen, wie zum Beispiel Kieselalgen. Von diesen einzelligen Pflanzen gibt es mehrere 10.000 Arten. Ihr hartes Skelett aus Silikat bildet unzählige Formen, an denen man die einzelnen Arten gut voneinander unterscheiden kann. Die Entwicklung dieser winzigen Pflanzen ist stark von den äußeren Bedingungen abhängig. Je nach Gewässer vermehrt sich die eine oder andere Art mehr oder weniger stark. Und das versuchen Kriminalbiologen auszunutzen:

images

Skelett einer Kieselalge unter dem Mikroskop

Kieselalgen als Zeugen
Im Süden Englands fand man am Grund eines Sees einen Mann ertrunken in einem Auto. Ein Freund des Opfers, der Besitzer des Autos, behauptete, er habe sich niemals in der Nähe des Tatortes aufgehalten. Die Polizei glaubte ihm nicht und brachte seine Kleidung in ein Labor, um sie nach Mikroben aus dem See abzusuchen. Seine Hose wurde Ausgewaschen und das Spülwasser in Säure gekocht. Die Skelette der Kieselalgen überstehen diese Prozedur und können so isoliert werden. Unter dem Mikroskop wurden dann die Algen auf der Hose und die Proben aus dem See verglichen. Das Ergebnis: Die Kieselalgenarten waren identisch - der Verdächtige war am Tatort. Weitere Beweise bestätigten, dass es sich um den Mörder handelte.

Verräterische Pflanzenreste
In einem anderen Fall wurde eine junge Frau entführt und vergewaltigt. Der Täter benutzte dabei eine Decke, die ihm später zum Verhängnis werden sollte. Da sich das Opfer an das Nummernschild des Autos erinnerte, konnten die Ermittler den Verdächtigen schnell ausfindig machen. Bei der Durchsuchung seines Autos entdeckten sie tatsächlich eine Decke. Der Verdächtigte behauptete aber, sie nur in seinem Garten und einem nahe gelegenen Park zu benutzen. Im Labor untersuchten die Wissenschaftler die Pflanzensamen auf der Decke. Einige dieser Pflanzen sind überall zu finden, andere nur in bestimmten, klar abgegrenzten Gebieten. Zwar könnten einige wenige Samen einer Pflanze überall hin geweht werden, auf der Decke waren jedoch Tausende Samen einer seltenen Pflanzenart. Die darauffolgende Untersuchung am Tatort bestätigte im Vergleich, dass der Verdächtige gelogen hatte.

GrassamenDünne, eingefärbte Holzscheiben unter dem Mikroskop

Sägespäne im Safe
Pflanzen können sogar Bankräuber überführen: In älteren Safes ist der Zwischenraum zwischen der inneren und der äußeren Wand meist mit Sägespänen gefüllt. Sprengt man einen solchen Safe, verteilt sich der feine Staub überall, auch auf die Kleidung des Räubers. Jede Holzart hat eine ganz spezielle Struktur, so dass man die einzelnen Arten unter dem Mikroskop leicht unterscheiden kann. Da die Mischung der verschiedenen Holzarten in den Sägespänen in den Safes einzigartig ist, kann sie fast wie ein Fingerabdruck als Beweis benutzt werden. Kleine Holzsplitter an der Kleidung können so eine verdächtige Person überführen

Verwurzelte Leiche
Wichtig für die Rechtsmediziner ist bei jeder gefundenen Leiche die Abschätzung der Todeszeit und neben den in der Medizin üblichen Methoden gibt es dazu überraschende Möglichkeiten. In einem Fall vergrub ein Mörder die Leiche einer Frau in der Nähe eines Baums. Der Körper blieb viele Jahre unentdeckt. Über die Jahre wuchsen die Wurzeln des Baums, die der Mörder beim Graben gekappt hatte, durch den Körper der Toten. Als der Körper schließlich entdeckt wurde, untersuchte man die Länge der Wurzeln und errechnete daraus den ungefähren Zeitpunkt des Verbrechens und das wiederum lieferte den Ermittlern einen wichtigen Mosaikstein für ihre Nachforschungen.

larven

Auch aus dem Alter von Fliegenlarven, die an Leichen gefunden werden, können Wissenschaftler die Todeszeit eines Opfers bestimmen.

vliegen

Sobald die Fliegen einen geeigneten Platz gefunden haben, legen sie ihre Eier ab, jedes Weibchen bis zu 300 Stüc

Fliegen können bei der Bestimmung der Todeszeit helfen


Stumme Zeugen

Wie die Todeszeit einer Leiche bestimmt wird

Aus dem Alter von Fliegenlarven, die an Leichen gefunden werden, können Wissenschaftler die Todeszeit eines Opfers bestimmen. Um die "Fliegen-Uhr" besser zu verstehen, führen sie Experimente im Labor und an Kadavern durch.

16.04.2003

Ein starker Verwesungsgeruch zieht Fliegen an, da sie stets auf der Suche nach einem geeigneten Ort sind, um ihre Eier ablegen zu können. Frisches totes Fleisch, wie es beispielsweise eine Leiche bietet, ist ein guter Brutplatz für die Fliegenlarven.

Fliegen am Tatort

larven

Weil sich die Larven durch die Enge im Kadaver aneinander reiben, ist die Temperatur dort bis zu 20 Grad Celsius höher als in der Umgebung. Und das beschleunigt ihre Entwicklung


Haben die Fliegen einen idealen Ort gefunden, legt jedes Weibchen etwa 300 Eier ab. Aus den Eiern entwickeln sich dann die Fliegenlarven. Sowie die Larven aus den Eiern geschlüpft sind, fangen sie an zu fressen. Der Leichnam ist für sie eine ideale Nahrungsquelle. Nach einer bestimmten Zeit beginnt ein neues Entwicklungsstadium: Die Larven verpuppen sich und werden unbeweglich. In der festen Hülle entsteht langsam eine neue Fliege, die nach wenigen Tagen schlüpft. Die Wissenschaftler interessieren sich für die genauen Zeitspannen, in denen diese Entwicklungsschritte stattfinden. Denn aus dem Alter der Larven lässt sich zum Beispiel dann die Todeszeit des Opfers bestimmen - eine wichtige Information für die Ermittlungen.

Damit diese "Fliegen-Uhr" genauer verstanden und präzisiert werden kann, stellt man im Labor die Bedingungen des Tatortes nach. So müssen Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei der Entwicklung der Larven unterschiedlicher Fliegenarten berücksichtigt werden. Festgestellt wird, wie lange es dauert, bis eine Larve im gleichen Stadium ist, wie die am Tatort gefundene Fliegenlarve. Aus diesen Daten kann man dann die Todeszeit berechnen.


Insekten sind oft die stummen Zeugen eines Verbrechens. Erforscht man ihre Gewohnheiten und die biologischen Abläufe genauer, so können die Wissenschaftler mit ihrer Hilfe den genauen Todeszeitpunkt Tage oder Wochen, ja manchmal sogar Jahre später noch bestimmen. Diese noch neue Wissenschaft kann bei der Aufklärung eines Verbrechens den entscheidenden Hinweis geben. Daher wird auf diesem Gebiet intensiv geforscht. Eines der eindringlichsten Forschungsexperiment der Rechtsmediziner ist die sogenannte "Bodyfarm". Auf einem Areal in Knoxville, Tennessee, USA, untersuchen Forscher schon seit 30 Jahren die Verwesung von Leichen

In dem schaurigen Park verwesen bis zu 40 Leichen unter der genauen Beobachtung von Rechtsmedizinern. Die Toten, die auf dem gesicherten Forschungsgelände liegen, hatten sich zu Lebzeiten für dieses Experiment zur Verfügung gestellt. Ziel der Untersuchungen ist es, mehr Erkenntnisse über die Bestimmung der Todeszeit zu gewinnen. Denn wenn die Polizei eine Leiche findet, dann ist eine der ersten Fragen nicht wer der Tote ist, sondern wie lange er schon tot ist. Die Todeszeit bei einem Mord ist zum Beispiel bei der Überprüfung von Alibis ein wichtiger Anhaltspunkt.

Neben der Todeszeit sind auch Spuren, die der Täter am Tatort hinterlassen hat, wichtige Indizien bei der Aufklärung von Verbrechen. Mit neuen Methoden können kleinste Fingerabdrücke sichtbar gemacht werden. Auch Blut oder zum Beispiel Haare können den Täter verraten.

 

Op een heuvelrug in Tennessee bevindt zich het meest macabere onderzoeksinstituut ter wereld: De bodyfarm. Hier vertellen de doden hun verhaal. Het hele terrein ligt vol menselijke lichamen in staat van ontbinding: gewoon in de open lucht, begraven, onder water en in de kofferbakken van auto’s. De lichamen fungeren als stand-in voor echte moordslachtoffers en geven de geheimen van de dood prijs ten behoeve van de wetenschap en politieonderzoek.

Al dertig jaar lang is dr. Bill Bass een van de meest vooraanstaande wetenschappers op het gebied van forensisch onderzoek, vooral met betrekking tot het bepalen van het moment van overlijden. Hij heeft aan zeer veel moordzaken gewerkt en is de oprichter van De bodyfarm. Aan de hand van de meest intrigerende en dramatische zaken waarbij hij betrokken was, voert hij de lezer mee door de fascinerende wereld van forensisch onderzoek en geeft hij een unieke rondleiding achter de gesloten deuren van De bodyfarm.

Jon Jefferson is journalist en documentairemaker. Hij schreef onder meer voor The New York Times, USA Today en Newsweek.

isbn: 9022986896

Pastoral putrefaction down on the Body Farm

William

William Bass started the Body Farm to study how bodies decompose

 

October 31, 2000
Web posted at: 3:42 p.m. EST (2042 GMT)

KNOXVILLE, Tennessee (CNN) -- Nearly everything known about the science of human decomposition comes from one place -- forensic anthropologist William Bass' Body Farm.

On three acres surrounded by razor-wire and a wooden fences near the University of Tennessee Medical Center, about 40 bodies rot away at any given time. They're stuffed into car trunks, left lying in the sun or shade, buried in shallow graves, covered with brush or submerged in ponds.

Students and UT anthropologists Richard Janz and his wife, Lee Meadows Janz, a former Bass student, take note of what insects come calling, and how long it takes them to do their work. Others test vital organs for protein degradation, amino-acid breakdown and levels of gas in the tissue. A project in partnership with the nearby Oak Ridge National Laboratory aims to create a calendar of decomposition by finding a substance that decays at a stable rate for comparison -- the half-life of death, so to speak.

And Bass, who retired last year from the university, still visits often, a genial paterfamilias whose busy lecture-circuit schedule cannot keep him away for long.

"I'm 72 and I'm sorry I'm getting so old because I have all these things I've got to do," said Bass, who started the farm with one body and a small plot of ground in the fall of 1971.

His work has been profiled in countless media outlets, from the Philadelphia Inquirer and the American Bar Association Journal to worldwide exposure through the Britain-based Reuters News Service and others. For most of the time, though, Body Farm workers toiled on in relative obscurity.

Known officially as the University of Tennessee Forensic Anthropology Facility, it has been immortalized as the Body Farm ever since mystery novelist Patricia Cornwell used it in a 1994 book.

Cornwell continues to visit the farm occasionally to gather forensic details for her popular crime novels.

But the farm's complete body of work is far more useful in helping to solve real crimes by helping law enforcement authorities and medical examiners to more accurately pinpoint time of death -- a critical detail in many cases.

"It was a need-to-know thing," said Bass, explaining the origins of the Body Farm.

For 11 years as a forensic anthropologist in Kansas, Bass had dealt with skeletal remains.

"In Kansas, you have twice as much land and half as many people. But in Tennessee, there are twice as many people and half as much land," he said, explaining that bodies left to the elements in Tennessee tended to be found before reaching the skeletal stage.

Once he joined the University of Tennessee faculty, "half of the first 10 cases I got were maggot-covered bodies," he remembered. "And people (detectives) don't ask you 'Who is that,' they ask 'How long have they been there?' "

At the time, "there was nothing much in the literature," Bass realized. "So I asked the dean if I could have a small piece of land to put bodies on. That was the beginning of what has been 29 years of trying to figure out what happens to people. I think all we've done is scratch the surface."

Body Farm discoveries have been called upon time and again to help solve crimes, including the deaths of a Mississippi family found moldering in their cabin in December 1993.

researchers

Researchers at work at the Body Farm

 

"The maggots told you something, but the decay of the bodies told you something else," said Bass, explaining that there was a delay between the time of death and when flies found a way to enter the house and lay their eggs.

"Two things happen when a body decays," he said. "At death, enzymes in the digestive system, having no more nutrition, begin to eat on a person, and the tissues liquefy. You have putrefaction." Insect business also plays a big part as maggots take care of rotting flesh with often astonishing speed.

"Most of the characteristics used to determine length of time since death are determined by insect activity," said Bass. "Occasionally, there will be no flies in a house, and maybe it's two weeks since the time of death before flies finally find a way in, and then there are two different rates of decay."

In the Mississippi case, work on the Body Farm helped authorities to convict a relative in the deaths, which were determined to have taken place in mid-November, at least a month prior to when the victims were found.

"People will have alibis for certain time periods, and if you can determine death happened at another time, it makes a difference in the court case," said Bass.

The Federal Bureau of Investigation finds the Body Farm helpful, too.

Every February, agents descend on the Knoxville facility to dig for bodies that farm workers have prepared to simulate crime scenes.

"We have five of them down there for them," said Bass. "They excavate the burials and look for evidence that we put there."

Bodies come from a variety of sources -- unclaimed corpses from medical examiners' offices and outright donation. Some 300 people have willed their bodies to the facility, with more coming with each fresh wave of publicity.

"The university lawyers have a form they've made up," said Bass.

Because of this, the science of decomposition goes on. But Bass and his colleagues never forget that the subjects of their experiments were once living, breathing beings with dreams, hopes and fears.

"Once a year, we have a memorial service," Bass said Tuesday, just before leaving to join a German television crew for this year's service.

Is it always on Halloween?

"No," said Bass with a laugh. "That's just how it turned out."

CNN.com Writer Michele Dula Baum and CNN Correspondent Toria Tolley contributed to this report. 

vingerafdruk

Jeder Fingerabdruck ist einzigartig


Unverwechselbar

Wie ein Täter eindeutig identifiziert werden kann

Ist ein Verbrechen geschehen, suchen die Ermittler nach Spuren, die eindeutig nachweisen, dass ein Verdächtiger am Tatort war. Das können Fingerabdrücke oder Körperzellen sein, die das Erbgut des Täters enthalten.

16.04.2003

Fingerabdrücke werden seit über 100 Jahren dazu verwendet, einen Täter zu identifizieren. Mit neuen Techniken können jetzt selbst hauchzart hinterlassene Fingerabdrücke sichtbar gemacht werden.

Klebstoff führt zum Täter
Erhitzter Sekundenkleber reagiert auf kaum wahrnehmbare Spuren von Schweiß. Bringt man einen Gegenstand in diesen Klebstoffdampf, setzen sich nach wenigen Minuten die Teilchen des Klebstoffs am Fingerabdruck fest. An dieser so behandelten Oberfläche bleibt auch Farbstoff haften, der durch eine spezielle Beleuchtung dann den Fingerabdruck sichtbar macht. Diese Methode benutzten die Fahnder im Labor aber auch direkt am Tatort. So können Fingerabdrücke auf Plastiktüten, Schaumstoffbechern und Papiertaschentüchern sicher gestellt werden. Und mit den heutigen Techniken ist es sogar möglich, Abdrücke von bei der Tat benutzten Handschuhen zu nehmen und sie mit den verdächtigen Handschuhen zu vergleichen. Eine Spur die zum Täter führen kann

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Moderne Computersysteme helfen den Ermittlern, gefundene Fingerabdrücke mit vorhandenen gespeicherten Daten zu vergleichen. Seit 2000 erfassen Polizeibeamte in Deutschland Fingerabdrücke von Tatbeschuldigten auch mit einem Scanner, der die digitalen Daten elektronisch direkt an das Bundeskriminalamt in Wiesbaden weiterleitet. Dort werden sie in kürzester Zeit mit drei Millionen Abdrücken im Bestand der Datenbank verglichen. Zwölf Merkmale müssen zur Bestätigung der Identität übereinstimmen. Der klassische Fingerabdruck ist so aussagekräftig, dass jede Person auf der Welt damit eindeutig identifiziert werden kann

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Speichelproben können Hinweise auf einen Täter geben

Genetischer Fingerabdruck
Ein weiteres unverwechselbares Merkmal jeder Person ist in den Zellen des Körpers enthalten: das Erbmolekül, die DNS. Seit den 80er-Jahren vollzog sich eine dramatische Entwicklung im Bereich der forensischen Wissenschaft - der so genannte genetische Fingerabdruck revolutionierte die Identifikationsmöglichkeiten. Winzige Spuren von Blut, Speichel oder Sperma zum Beispiel reichen aus, um den genetischen Code eines Täters zu erhalten. Ein spezielles Verfahren isoliert die DNS aus den Zellen. Mithilfe bestimmter genetischer Werkzeuge lässt sich dann das Erbmolekül zerlegen und in Tausende, unterschiedlich lange Abschnitte teilen. Diese Fragmente sortieren sich in einem elektrischen Feld nach ihrer Größe. Das sich daraus ergebende Muster ist bei jedem Menschen unterschiedlich

Diese Methode hat den Forschern ein effektives Werkzeug in die Hand gegeben, einen Verdächtigen zu überführen oder auch seine Unschuld zu beweisen. Mit moderner Technik ist man dem Täter eng auf den Fersen und gewinnt immer häufiger den Wettlauf mit dem Verbrechen.