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Levenslang voor moordenaar 9-jarig meisje

Gepost in Opmerkelijke berichten

Lebenslänglich für den Mörder der neunjährigen Corinna aus Eilenburg

Gericht stellt besondere Schwere der Schuld fest

Der Mörder der neunjährigen Corinna aus dem sächsischen Eilenburg ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Leipziger Landgericht stellte am Mittwoch zugleich eine besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung des 39-Jährigen bereits nach 15 Jahren ausschließt. Er hatte Corinna im Juli 2009 sexuell missbraucht und getötet.

Das Gericht sprach Lutz Peter Sch. des Mordes, des sexuellen Missbrauchs, der sexuellen Nötigung und der versuchter Vergewaltigung für schuldig. Es folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Zudem muss Lutz Peter Sch. 50.000 Euro Schmerzensgeld an die Familie des Mädchens zahlen.

Laut Urteil hatte der arbeitslose und alkoholkranke Sch. das Mädchen am 28. Juli 2009 unter einem Vorwand in einen ausrangierten Bauwagen auf seinem Gartengrundstück in Eilenburg gelockt und sie dort missbraucht. Weil sie sich wehrte und schrie, hielt er ihr den Mund zu und würgte sie, bis sie kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Danach versucht er, sie zu vergewaltigen.

Corinnas Leiche wurde einen Tag nach ihrem Verschwinden in einem Müllsack in einem Wassergraben gefunden. Der Angeklagte, der wegen Brandstiftung und Verkehrsdelikten vorbestraft ist, wurde wenige Tage nach der Tat aufgrund mehrerer Zeugenhinweise gefasst.

Der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf sprach in der Urteilsbegründung von einer besonders grausamen Tat und einem kaltblütigen Verhalten. Der Angeklagte habe ein "erhebliches Maß an Gewalt" an den Tag gelegt. Zudem habe er das Vertrauen des Mädchens "auf massivste Weise missbraucht". Nach Auffassung des Gerichts rechtfertigt dies die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung waren nach Angaben des Vorsitzenden Richters sowohl aus psychiatrischer als auch aus rechtlicher Sicht nicht erfüllt, auch weil der Angeklagte nicht einschlägig vorbestraft ist.

Die Anwältin Ina Alexandra Tust, die Corinnas Mutter in der Nebenklage vertrat, zeigte sich zufrieden, dass die mögliche Höchststrafe verhängt wurde. Der Anwalt des Angeklagten, Stefan Costabel, kündigte Revision gegen des Urteil an, mit der er sich vor allem gegen die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld wendet. Der Verteidiger hatte dies in seinem Plädoyer abgelehnt, aber ebenfalls lebenslange Haft beantragt.

31. März 2010 - 14.47 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

Lebenslänglich für Mord an neunjähriger Corinna gefordert

Angeklagter äußert Bedauern über Tat

Im Prozess um den Mord an der neunjährigen Corinna aus Eilenburg hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Staatsanwaltschaft Ulrich Jakob forderte am Dienstag in seinem Plädoyer vor dem Leipziger Landgericht zudem, die besondere Schwere der Schuld festzustellen, was eine vorzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren aussschließen würde. Die Anklage wirft dem 39-jährigen Lutz Peter Sch. vor, Corinna am 28. Juli vergangenen Jahres sexuell missbraucht und getötet zu haben.

Die Verteidigung plädierte ebenfalls auf lebenslange Haft, sprach sich jedoch gegen die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld aus. In seinem Schlusswort vor Gericht sagte der Angeklagte am Dienstag, er bereue die Tat zutiefst. Er habe Corinna nicht töten wollen. Zuvor hatte er sich über seinen Anwalt Stefan Costabel zur Zahlung von 50.000 Euro Schmerzensgeld an die Mutter des Mädchens bereiterklärt. Ein Urteil soll am Mittwoch fallen

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte Lutz Peter Sch. das Mädchen unter einem Vorwand in einen ausrangierten Bauwagen auf seinem Gartengrundstück in Eilenburg gelockt und dort versucht, sie gewaltsam auszuziehen. Weil sie sich wehrte und schrie, soll er ihr den Mund zugehalten und sie gewürgt haben, bis das Mädchen kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Danach habe er versucht, sie zu vergewaltigen.

Corinnas Leiche war einen Tag nach ihrem Verschwinden in einem Müllsack verpackt in einem Wassergraben gefunden worden. Sch. hatte die Tat gestanden. Der Angeklagte, der wegen Brandstiftung und Verkehrsdelikten vorbestraft ist, war wenige Tage nach der Tat aufgrund mehrerer Zeugenhinweise gefasst worden.

30. März 2010 - 14.36 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010